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Lokal SeoBis vor kurzer Zeit haben sich Unternehmen kaum um die lokale Suchmaschinenoptimierung gekümmert. Im Gegenteil: Viel wichtiger war es, die Internationalisierung weiter voranzutreiben, um von möglichst jedem Ort der Welt aus optimal im Netz gefunden zu werden. Kein Wunder, dass viele lokale Händler und Dienstleister ihre Ladenlokale in den letzten Jahren schließen mussten. Das Internet ist der Tod für den lokalen Handel.
Doch halt!
Dieser Trend hat sich seit Kurzem wieder umgekehrt bzw. es hat sich ein Gegentrend gebildet. Plötzlich ist Shopping vor Ort wieder in! Die Menschen genießen es, mit einem echten Verkäufer zu sprechen, die Produkte anzufassen, auszuprobieren und sofort nach dem Kauf mit nach Hause nehmen zu können.

Nichtsdestotrotz bleibt das Internet auch weiterhin die Informationsquelle Nummer eins. Das bedeutet: Auch wer in der Nähe seines Wohnortes oder beispielsweise im Urlaub direkt vor Ort einkaufen möchte, informiert sich häufig zuvor im Internet über den Einzelhandel vor Ort und das Sortiment des jeweiligen Geschäfts – und zwar über spezielle Funktionen wie beispielsweise die lokale Suche in Google, die noch relativ neu ist. Diesen Umstand können wir im Internetmarketing durch die Suchmaschinenoptimierung für die lokale Suche, Local SEO, ausnutzen. Da dieser Bereich im Internetmarketing noch relativ neu ist und erst jetzt zunehmend an Bedeutung gewinnt, sind die Informationen zum Thema noch recht spärlich gesät. Das möchten wir mit diesem Artikel ändern.


Darum geht es bei Local SEO

Der Begriff Local SEO fasst sämtliche Maßnahmen zusammen, die Anwendung finden, um eine möglichst optimale Platzierung in der sogenannten lokalen Suche einer Suchmaschine zu erzielen.

Wissenswert:
Suchmaschinen – allen voran Google – arbeiten ständig daran, ihre Trefferlisten zu verbessern. Dafür verwendet Google inzwischen verschiedene Indexe. Es gibt also nicht mehr nur die herkömmliche Suchfunktion, die jeder von uns kennt und die direkt beim Aufrufen von google.de erscheint, sondern spezielle Suchfunktionen, beispielsweise für Bilder, Videos, Nachrichten und inzwischen auch für die lokale Suche. Dem Benutzer soll es also immer leichter gemacht werden, ein möglichst perfektes Suchergebnis für seine Wünsche und Bedürfnisse zu erhalten. Da dies nicht mit einem einzigen Index möglich ist, hält die Suchmaschine neben dem bekannten allgemeinen Index mehrere Spezialindizes bereit, die auf den jeweiligen Themenbereich zugeschnitten sind.

Einige Internetmarketer und Suchmaschinenoptimierer haben diesen Faktor schnell erkannt und damit begonnen, geeignete Sites auch für die lokale Suche in Google zu optimieren. Wer in diesem Zusammenhang jedoch glaubt, die Optimierung folge hierbei den gleichen Richtlinien und Faktoren wie im allgemeinen Index, irrt gewaltig. Die Rankingfaktoren für den jeweiligen Index unterscheiden sich teilweise sogar sehr stark voneinander.

 

Wer benötigt Local SEO?

Jedes Unternehmen, das Wert darauf legt, die ortsansässigen Verbraucher auch direkt vor Ort zu betreuen und dadurch Kunden zu gewinnen. Dies können zum Beispiel die klassischen Dienstleister, Gastronomiebetriebe und Einzelhändler sein, so etwa Anwälte, Ärzte, Restaurants und Hotels, aber auch regionale Niederlassungen und Agenturen größerer Unternehmen.

Auch Firmen, die ihre Produkte normalerweise überregional anbieten und zumeist übers Internet verkaufen, können von der lokalen Suchmaschinenoptimierung profitieren – zum Beispiel, wenn sie einen Werksverkauf anbieten oder die eigenen Filialen in verschiedenen Städten und Regionen hinsichtlich der Umsätze und Verkaufszahlen fördern wollen.

Local SEO lohnt sich also für sämtliche Anbieter, die eine physische Adresse besitzen und gleichzeitig möchten, dass Interessenten und potenzielle Kunden genau dort hinkommen. Hierfür ist eine gute Platzierung in den lokalen Suchergebnissen bei Google erforderlich. Dies lässt sich unter Anwendung der verschiedenen Maßnahmen zur lokalen Suchmaschinenoptimierung erzielen.

 

Ist die Website-Optimierung für die lokale Suche notwendig?

Noch vor ein oder zwei Jahren fühlten sich Suchmaschinenoptimierer, die die Website eines Unternehmens für die lokale Suche optimieren wollten, wie im siebten Himmel bzw. wie in der Anfangszeit von Google um die Jahrtausendwende. Wenige zielgerichtete Maßnahmen reichten aus, um innerhalb kürzester Zeit eine gute Platzierung in den Suchergebnissen zu erreichen. Inzwischen haben immer mehr Unternehmen erkannt, wie wichtig auch eine gute Platzierung in den lokalen Suchergebnissen von Google ist, und beschäftigen sich entsprechend intensiv mit den Optimierungsmaßnahmen bzw. beauftragen einen professionellen Suchmaschinenoptimierer mit dieser Aufgabe.

Google wird demnach zu einem wichtigen Marketinginstrument für lokale Unternehmen und ist direkt mitverantwortlich für den Unternehmenserfolg und die entsprechenden Umsätze. In der Realität bedeutet das: Je besser die Platzierung der lokalen Suche bei Eingabe eines passenden Suchbegriffes ist, umso mehr potenzielle Neukunden werden ihren Weg in das Geschäft, das Restaurant, die Kanzlei etc. finden.


Wie stellt Google die lokalen Suchergebnisse dar?

Lokale SuchergebnisseBis vor einigen Jahren musste der Nutzer explizit einen Ort mit in die Google-Suchmaske eingeben, um Ergebnisse im lokalen Bereich zu erhalten. Mehrere Updates des Algorithmus beim Suchmaschinenriesen haben jedoch für eine viel prominentere Darstellung lokaler Suchergebnisse gesorgt. Dazu trägt insbesondere die sogenannte automatische Standorterkennung bei, die Google in den letzten Jahren erheblich verbesserte. Wer beispielsweise „Burger King“ in die Suchmaske bei Google eingibt, bekommt direkt unterhalb der allgemeinen Unternehmenssite mindestens drei Filialen in seiner Nähe angezeigt, jeweils unter Angabe des genauen Standorts. Zudem besitzen die lokalen Suchergebnisse einen Google Maps Pin, der auf dem nebenstehenden Kartenausschnitt die unmittelbare Umgebung der jeweiligen Filiale anzeigt. Google erkennt also automatisch, wo sich der User gerade befindet und blendet dazu passende lokale Suchergebnisse ein.

 

Die wichtigsten Rankingfaktoren für die lokale Suchmaschinenoptimierung

Inzwischen sind grundsätzlich zwei verschiedene Anzeigen relevant für die lokale Suche. Dabei handelt es sich um den allgemeinen generischen Index, also die Suchergebnisse, wie wir sie seit jeher von Google kennen, und um die speziellen lokalen Suchergebnisse, die gesondert – wie bereits am Beispiel Burger King beschrieben – dargestellt werden. Bei der Optimierung der Website für diese beiden Anzeigenbereiche sind jeweils unterschiedliche Rankingfaktoren zu berücksichtigen.

Zunächst alle relevanten Rankingfaktoren in Frageform in der Übersicht:

  • Wurde eine spezielle Google „My Business“-Seite angelegt?
  • Wird das Unternehmen auf relevanten externen Websites genannt?
  • Sind die entsprechenden lokalen Signale auf der eigenen Website vorhanden?
  • Sind sinnvolle externe Verlinkungen bzw. Backlinks vorhanden?
  • Sind Bewertungen des Unternehmens von Kunden vorhanden?
  • Gibt es Signale, die über soziale Medien gesetzt wurden?
  • Ist die Website für die personalisierte Suche optimiert?
  • Ist die Website für die mobile Nutzung optimiert?

Können all diese Fragen positiv beantwortet werden, so ergibt sich daraus die optimale Ausgangssituation für ein gutes Ranking in den lokalen Suchergebnissen.

 

Betrachten wir nachfolgend die wichtigsten Maßnahmen, mit denen sich dieses Ziel realisieren lässt, im Detail.

 

Maßnahmen zur Optimierung der Position einer Webseite in den lokalen Suchergebnissen

Aus den vorangegangenen Fragen geht hervor, dass sich nahezu alle Faktoren optimieren lassen, die zu einem besseren Ranking in den lokalen Suchergebnissen beitragen. Was allerdings nicht (oder nur unter großen Umständen) veränderbar bzw. optimierbar ist, ist die Nähe zum gesuchten Begriff. So listet Google z. B. Geschäfte und Institutionen, die sich im Zentrum der jeweiligen Stadt oder Gemeinde befinden, besser. Wer hingegen am Rand bzw. in der Peripherie angesiedelt ist, hat diesbezüglich einen leichten Nachteil. Wie sehr sich dieser auswirkt, hängt allerdings stark von der vorhandenen Konkurrenz, der Branche des Unternehmens usw. ab.


Signale auf der eigenen Webseite

Was in der herkömmlichen Suchmaschinenoptimierung als OnPage-SEO bezeichnet wird, nennen wir bei Local SEO „Signale auf der eigenen Website“. Es handelt sich um Optimierungsmaßnahmen, die Google vermitteln, dass die jeweilige Site einen engen Bezug zum gewünschten Ort hat. Diese Signale können Webmaster auf verschiedene Arten setzen.
Ein wichtiger Faktor in diesem Zusammenhang ist beispielsweise die Optimierung des sogenannten NAP. Dabei handelt es sich um die Abkürzung für Name, Adresse und Telefonnummer (engl.: Name, Adress, Phone Number). Diese Angaben sind auf der Website in geeigneter Form hervorzuheben, sodass sie für Google besonders relevant im lokalen Zusammenhang erscheinen. Hierbei ist darauf zu achten, dass die NAP-Daten möglichst in identischer Form hinterlegt werden, also sowohl auf der Firmenwebsite als auch in Social-Media-Portalen, in Branchenverzeichnissen usw.: gleicher Unternehmensname, gleiche Straße, gleiche Postleitzahl und gleicher Ort – immer in derselben Schreibweise.
Doch die NAP-Angaben können noch weiter optimiert werden. So empfiehlt es sich z. B., darauf zu achten, das jeweils wichtigste Produkt bzw. die angebotene Dienstleistung des Unternehmens mit anzugeben. Unternehmer sollten also z. B. ihren Betrieb nicht einfach „Universal“, sondern „Universal Haushaltswaren“ nennen. Die Straße sollte immer in der ausgeschriebenen Form hinterlegt werden, d. h., nicht als Kürzel „Str.“

Zudem ist es wichtig, Telefonnummern in einer standardisierten Norm anzugeben, und zwar in einer der folgenden Formen:

  •  +49 40 12345-67
  • +49 40 1234567
  • +49 (40) 1234567
  • +49-40-1234567

 

Anlegen der „Google My Business“-Seite (früher Google Places)

Vor einiger Zeit änderte Google seinen Service für Unternehmen und führte verschiedene Produkte zusammen. In diesem Zuge wurde auch der zuvor unter dem Namen „Google Places“ bekannte Dienst in „Google My Business“ umbenannt. Dieser neue Service beinhaltet nun unter anderem Google Maps, Google+ und auch Google Street View.
Auch wenn Unternehmer das Gefühl haben, sich durch die Nutzung dieser Dienste stark an den Suchmaschinenriesen zu binden und sich auch ein wenig von diesem abhängig zu machen, sollten sie die Chance nutzen und unbedingt eine eigene Google My Business Page als Firmenseite anlegen. Sie ist sehr wichtig für die lokale Suchmaschinenoptimierung. Seit einiger Zeit nutzt Google die hier dargestellten Inhalte und Informationen über das Unternehmen, um sie direkt rechts neben den Treffern in der lokalen Suche in den Suchergebnissen anzuzeigen. Hier erfolgt z. B. die Darstellung von Fotos des Unternehmens, aber auch der Öffnungszeiten und Bewertungen durch Kunden. Somit erhält der Unternehmenseintrag einen besonders hohen Aufmerksamkeitsfaktor in der lokalen Suche, der zu deutlich höheren Besucherzahlen führen kann.


Diesen Service finden Unternehmen unter: google.com/business.  Um eine Seite anlegen zu können, ist jedoch ein Googlekonto erforderlich.

  1. Ein Klick auf „Unternehmen eintragen“ in Google My Business ermöglicht es, selbst nach einem Unternehmen zu suchen. Sind entsprechende Informationen bereits im Netz vorhanden, können diese direkt übernommen werden. Andernfalls ist es möglich, ein Unternehmen hinzuzufügen.

  2. Nach dem Ausfüllen der bereits erwähnten NAP-Angaben ist die Auswahl einer Kategorie erforderlich. Es empfiehlt sich, hierfür genügend Zeit einzuplanen, um die möglichst optimal passende Kategorie auszuwählen. Insgesamt können bis zu neun verschiedene Kategorien gewählt werden. Je mehr passende Kategorien sich finden, umso relevanter wird das Unternehmen später für verschiedene Suchanfragen von Google.

  3. Anschließend ist eine Unternehmensbeschreibung zu verfassen. Auch hierfür ist genügend Zeit einzukalkulieren, um einen kurzen prägnanten Text zu entwickeln, der das Unternehmen und seine Produkte bzw. Dienstleistungen bestmöglich beschreibt. Dieser muss zwischen 100 und 130 Wörter umfassen. Es ist möglich, aus dem Text zur Website und einer E-Mail-Adresse zu verlinken. Auf diesen Text ist besonderen Wert zu legen, da er den Interessenten zu einem potenziellen Kunden machen soll und daher eine entsprechend wichtige Funktion übernimmt. Dies gilt übrigens auch für Fotos, die dem Text hinzugefügt werden können. Idealerweise sollte es sich hier um ein Logo des Unternehmens und eventuell Fotos der wichtigsten Produkte oder Leistungen handeln, die das Unternehmen auch ohne Worte treffend charakterisieren.

  4. Anschließend besteht die Möglichkeit, Öffnungszeiten und ein Einzugsgebiet in die Google My Business-Seite einzupflegen. Das Einzugsgebiet sollten Unternehmer jedoch nur angeben, wenn die Produkte und Leistungen nicht nur im Ladengeschäft, sondern auch außerhalb angeboten werden, wie es beispielsweise bei Handwerkern der Fall ist.

 

Besonders wichtig: Kundenbewertungen

Kommen wir nun zu einem Punkt, der besonders wichtig für ein gutes Ranking in der lokalen Suche ist: Bewertungen durch Kunden. Auch diese geben Benutzer über die angelegte Google My Business-Website ein. Sie wirken sich direkt auf das Ranking der damit verbundenen Unternehmenswebsite aus.
Grundsätzlich gilt: Mit der Zeit erhält das Unternehmen höchstwahrscheinlich sowohl gute als auch schlechte Bewertungen. Negative Bewertungen sind kein Grund, sich zu ärgern, sondern vielmehr ein Anlass, die notwendigen Verbesserungsmaßnahmen einzuleiten – zumindest wenn es sich dabei um eine konstruktive Kritik handelt. Solange sich die negativen Bewertungen in einem angemessenen Rahmen bewegen und nicht überwiegen, wird sich dies nicht schädlich auf das Ranking auswirken. Wurde eine gewisse Zahl von Bewertungen abgegeben (zurzeit sechs Stück), zeigt Google außerdem die daraus gebildete durchschnittliche Bewertung für das Unternehmen in Form von Sternen direkt in den Suchergebnissen an. Diese Darstellung zieht zusätzlich Aufmerksamkeit auf sich und kann die Klickraten auf die Unternehmenswebsite erhöhen.

 

Einträge in lokale Branchenverzeichnisse

Für ein besseres Ranking in den lokalen Suchergebnissen von Google können einige Einträge in passende lokale Branchenverzeichnisse hilfreich sein. Wichtig ist hierbei, dass die Firma jeweils inklusive sämtlicher Daten – wie bereits im Zusammenhang mit den NAP-Angaben besprochen – genannt wird. Übrigens ist es für die Optimierung des Rankings in der lokalen Suche unerheblich, ob es sich bei den entsprechenden Verzeichniseinträgen um kostenfreie oder bezahlte Einträge handelt. Das wichtigste und in Deutschland sicherlich auch bekannteste Branchenverzeichnis sind die Gelben Seiten. Neben diesem haben sich im Laufe der Jahre jedoch noch einige weitere Verzeichnisse etabliert, die Unternehmen nutzen können:

  • dasoertliche.de
  • meinestadt.de
  • cylex.de
  • yelp.de
  • goyellow.de
  • klicktel.de
  • city-map.de
  • yellowmap.de
  • hotfrog.de
  • golocal.de


Die Optimierung für mobile Geräte ist mittlerweile besonders wichtig

Im April 2015 legte Google im Rahmen eines Updates fest, dass Websites künftig benachteiligt werden, wenn sie sich nicht für die Anzeige auf mobilen Endgeräten eignen. Das gilt natürlich auch für Sites, die erfolgreich in der lokalen Suche platziert werden sollen. Gerade hier macht es Sinn, denn unzählige Menschen suchen mittlerweile von unterwegs mit ihrem Smartphone nach passenden Geschäften, Restaurants, Cafés oder Dienstleistern. Da Smartphones immer leistungsfähiger werden, wird sich dieser Trend auch in Zukunft fortsetzen und die Relevanz der Optimierung für mobile Websites somit sogar noch steigen. Daher ist es ratsam, die Unternehmenswebsite für die Darstellung auf mobilen Endgeräten zu optimieren. Alle diesbezüglichen Maßnahmen aufzulisten, würde jedoch den Rahmen dieses Ratgebers sprengen.
Der folgende Link liefert die nötigen Informationen, um eine Website für die mobile Nutzung zu verbessern: www.google.com/webmasters/tools/mobile-friendly/

 

Optimierung der Textinhalte und des Quelltextes

Auch auf der Website selbst und in deren Quelltext können Webmaster einiges ändern, um besser in den lokalen Suchergebnissen zu ranken. Hier einige wichtige Tipps zu diesem Thema:

  1. Idealerweise enthält bereits die Domain der Webpräsenz den Unternehmensnamen und den Ort. Hinsichtlich der Optimierung wäre es nun allerdings etwas kontraproduktiv, die komplette Website extra auf einen neuen Domainnamen umzustellen. Lohnen kann sich allerdings die Registrierung einer passenden Domain mit Unternehmensnamen, Ort und eventuell auch Branche. Dort richten Webmaster eine permanente Weiterleitung auf die eigentliche Unternehmenswebsite ein und optimieren auch diese Domain, um besser in den Suchergebnissen gefunden zu werden.

  2. Die Hauptüberschrift auf der Startseite der Webpräsenz sollte sowohl den Firmennamen als auch den Ort enthalten. Diese Überschrift ist mit den <h1>-Tags gekennzeichnet.

  3. Es empfiehlt sich, auf der Startseite und auf jeder Unterseite der Webpräsenz im Footer ein Feld einzurichten, das die bereits besprochenen NAP-Angaben – also Name, Adresse und Telefonnummer – enthält.

  4. Auch die Metaangaben im Quelltext jeder Seite sollten sowohl den Unternehmensnamen als auch den Ort und natürlich das Hauptkeyword enthalten. Dabei handelt es sich um die Metaangaben „Title“ und „Description“. Auf den Unterseiten sollte die Meta-Description – also die Beschreibung des Seiteninhalts – natürlich dem jeweiligen Thema angepasst werden.

  5. Die Öffnungszeiten und die Anfahrtsbeschreibung zählen zu den meistgesuchten Informationen bei regional tätigen Unternehmen. Daher sollten Webmaster auch diese Angaben mit in die Website integrieren – zumindest auf der Startseite.

  6. Die Textinhalte sollten nicht nur hochwertig sein, sondern nach Möglichkeit ebenfalls auf die regionale Tätigkeit des Unternehmens eingehen, d. h., die Produkte und Dienstleistungen möglichst genau und dabei leicht verständlich beschreiben. Unternehmen sollten Kunden bzw. potenzielle Käufer über den Einzugsbereich aufklären und gegebenenfalls auf Sonderangebote für Selbstabholer oder Ähnliches hinweisen, denn auch das trägt zu einem besseren Ranking in den lokalen Suchergebnissen bei.

Ähnlich wie bei der normalen Suchmaschinenoptimierung lässt sich auch bei Local SEO vieles durch hochwertige und vor allem ständig aktuelle Inhalte erreichen.

Daher der zusätzliche Tipp:
Es empfiehlt sich, einen Weblog auf der Unternehmensseite einzurichten und dort regelmäßig über lokale Ereignisse zu berichten – insbesondere solche, an denen das Unternehmen selbst mitgewirkt hat. Zum einen bringt dies die bereits erwähnten positiven Signale für ein gutes Ranking mit sich, andererseits lockt es aber auch potenzielle Neukunden, die sich über die Qualität der Produkte oder Dienstleistungen und deren Vielfalt informieren können.

 

Social-Media-Optimierung für lokale Unternehmen

Inzwischen sind die sozialen Netzwerke nicht mehr aus dem Internet wegzudenken. Kaum eine andere Form der Internetpräsenz erreicht innerhalb kürzester Zeit solch hohe Nutzerzahlen und wird täglich von Millionen Menschen frequentiert. Auch Google hat das erkannt und bewertet entsprechende Signale über soziale Netzwerke positiv für das Ranking eines Unternehmens – auch in der lokalen Suche. Daher ist es heutzutage unerlässlich, einen eigenen Account für das Unternehmen bei Facebook und unter Umständen auch bei anderen Netzwerken wie Twitter, Google+ usw. anzulegen. Allerdings ist es damit allein natürlich nicht getan. Die Accounts bedürfen auch kontinuierlicher Pflege. Soziale Netzwerke dienen vor allem der Interaktion mit Verbrauchern bzw. potenziellen Kunden, die das Unternehmen über regelmäßige Statusmeldungen erreicht. Allerdings sollte es sich dabei nicht um schnöde Werbung handeln, da der Verbraucher diese längst satt hat und die Präsenz über kurz oder lang meiden wird.
Menschen wünschen sich einen Blick hinter die Kulissen. So könnten Unternehmen beispielsweise zeigen, wie Produkte genau hergestellt werden, wo die Rohstoffe usw. herkommen, Persönliches aus der Unternehmensführung preisgeben und die Mitarbeiter mit all ihren Facetten genauer vorstellen – schließlich zählt in sozialen Netzwerken das Menschliche, und nicht wahllose Werbeplattitüden, mit denen der Verbraucher täglich in Print- und TV-Werbung konfrontiert wird.

Um Besucher der Website darauf aufmerksam zu machen, dass das Unternehmen auch in sozialen Netzwerken aktiv ist, ist es sinnvoll, dort die entsprechenden „Teilen“- und „Liken“-Buttons einzubinden. So wird die Unternehmenswebsite mit den sozialen Medien vernetzt. Google erkennt die sogenannten sozialen Signale damit besonders leicht und belohnt diese durch bessere Rankings in den (lokalen) Suchergebnissen.

 

Sofort starten – einen besseren Zeitpunkt gibt es nicht!

Die lokale Suchmaschinenoptimierung wird in den kommenden Jahren eine immer größere Rolle spielen. Dank der modernen Smartphones ist es kein Problem mehr, auch unterwegs überall auf das Internet zuzugreifen und sich eine Auswahl der lokalen Unternehmen für die gewünschten Produkte oder Dienstleistungen anzeigen zu lassen. Findet der potenzielle Kunde auch direkt eine Wegbeschreibung und die Öffnungszeiten des Unternehmens auf der Site, steht einem schnellen Besuch nichts mehr im Weg. Und genau das wünschen sich Einzelhändler und Dienstleister: Über die gewohnten Stammkunden und die übliche Laufkundschaft hinaus auch Interessenten zu gewinnen, die vielleicht zufällig bzw. im Rahmen eines Urlaubs vor Ort sind und gerne dort einkaufen möchten.

Die Maßnahmen, um diese Menschen als Kunden zu gewinnen, unterscheiden sich zum Teil recht deutlich von den üblichen Methoden zur Suchmaschinenoptimierung. Unser Ratgeber hat diese Maßnahmen im Detail vorgestellt. Nun liegt es an jedem selbst, sie möglichst zeitnah umzusetzen. Dabei gilt zu bedenken, dass der Konkurrenzdruck innerhalb der lokalen Suchergebnisse bei Google schon in kurzer Zeit immer mehr zunehmen wird. Wer seine Website frühzeitig für die lokale Suche optimiert und einen entsprechenden Altersbonus vor der Konkurrenz genießen kann, ist klar im Vorteil.

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