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2003 in den USA als Karrierenetzwerk gegründet, entwickelte sich LinkedIn im Laufe der Jahre zum weltweit führenden Business Network. Traditionell gilt die Plattform als interessant für deutsche Nutzer im internationalen B2B-Bereich, inzwischen macht LinkedIn mit seinen Wachstumszahlen und Features aber auch dem rein deutschsprachigen Xing Konkurrenz.

 

LinkedIn – die Nutzerzahlen

LinkedIn zählt derzeit mehr als 347 Millionen Mitglieder weltweit und ist damit unangefochtener Marktführer. Xing ist mit seinen acht Millionen Nutzern immer noch das größte Businessnetzwerk im deutschsprachigen Raum – hier liegt LinkedIn mittlerweile allerdings bei sechs Millionen Mitgliedern, von denen allein innerhalb der zweiten Jahreshälfte 2014 eine Million Nutzer neu hinzukamen. Es ist also damit zu rechnen, dass LinkedIn hierzulande bald eine ähnliche Stellung haben wird wie Xing. LinkedIn selbst publiziert zwar keine landesspezifischen Daten, doch Experten schließen aus den inoffiziellen Werbezahlen, dass LinkedIn in Österreich bereits gleichauf mit Xing sei und in der Schweiz sogar doppelt so viele Mitglieder habe. Demnach sollten zumindest Unternehmen, für die der österreichische oder der schweizer Markt von Bedeutung ist, ernsthaft eine Nutzung in Betracht ziehen.

 

LinkedinWas bringt LinkedIn seinen Mitgliedern?

Die Frage des Nutzens für die Mitglieder beantwortet sich je nach Interessengebiet und Aufwandsbereitschaft. Hinsichtlich des wirtschaftlichen Nutzens von LinkedIn liegen wie auch für Xing keine Studien vor. Offensichtlich ist aber, dass Nutzer, die viel Arbeit in ihre Vernetzung auf LinkedIn investieren, nach einiger Zeit einen großen Zielgruppenverteiler zur Verfügung haben, auf den sie nach Belieben zurückgreifen können. Die thematischen Gruppen, die auf LinkedIn weit mehr Nutzer aufweisen als auf Xing, bieten ebenfalls ein großes Potenzial, z. B. für Marketingaktionen. Beliebt sind Rabatt- und For-Free-Aktionen, die mit attraktiven Angeboten ein großes Publikum anziehen und auf die Unternehmenswebsite führen, wo die Nutzer weitere Angebote erhalten. Deutsche Unternehmen können in besonderem Maße von den hohen Nutzerzahlen auf LinkedIn profitieren, wenn ihre Angebote online nutzbar sind, so etwa Softwarefirmen.

 

Die Features von LinkedIn

LinkedIns Features ähneln denen von Xing, gehen allerdings noch darüber hinaus. Neben der kostenlosen Mitgliedschaft besteht auch hier die Möglichkeit einer Premiummitgliedschaft.

  • Nutzer können sowohl eine persönliche als auch eine Unternehmensseite erstellen
  • Unternehmen können sich auf LinkedIn sehr komplex darstellen, was gerade viele amerikanische Firmen umsetzen
  • Auf persönlichen Profilseiten können Mitglieder Vitae inklusive Lebenslauf, Projekten, Auszeichnungen, persönlichen Interessen und Mitgliedschaften anlegen
  • Auf LinkedIn-Profilseiten lassen sich im Gegensatz zu Xing Artikel einstellen, die automatisch auch auf den Startseiten der Kontakte erscheinen und das Personal Branding deutlich verstärken
  • Jedes Mitglied kann thematischen Gruppen beitreten oder solche gründen
  • Nutzer können in jeder Gruppe posten, dabei Fotos und Links einbauen, fremde Posts liken und kommentieren
  • Auch Mitglieder ohne Premiumaccount können andere Nutzer kontaktieren und sich vernetzen
  • LinkedIn bietet über Partnerseiten Zugänge zu E-Learning und speziell zu einer Slideshare-Bibliothek
  • Der Magazinteil "Pulse" ermöglicht es, gleichrangig neben professionellen Partnermagazinen gelesen zu werden und auf diese Weise in kurzer Zeit mindestens dreistellige Views pro Artikel zu erreichen.
  • Ein Nachteil ist die Unklarheit bzw. die fehlende Kontrolle darüber, wann welche Profile und Inhalte in welcher Sprache welchen Mitgliedern welcher Nationalität angezeigt werden. Einem Mitglied aus Deutschland werden zum Beispiel automatisch deutschsprachige Pulse-Artikel angezeigt. Wie ein deutscher User englische Fachartikel an ein englischsprachiges Publikum richten kann, ist nicht ohne Weiteres zu ergründen.

 

Welche Ziele können Unternehmen mit LinkedIn erreichen?

Firmen – aber auch freiberufliche Experten – können LinkedIn als Instrument nutzen, um verschiedenste Ziele in nationalen und internationalen Märkten zu erreichen.

  • Profilierung als Experte/n
  • Aufbau der Unternehmensmarke und von Produktmarken
  • Kundenfindung im B2B-Bereich
  • Partnersuche
  • Suche nach Personal
  • Generierung von Traffic für Unternehmenswebsites
  • Nutzung thematischer Gruppen und Netzwerke für Marketingaktionen
  • Nutzung der Gruppen für die Weiterbildung

Die Nutzung von LinkedIn ist allerdings nur sinnvoll, wenn dem eine klare Zielvorgabe vorausgeht, sich mindestens eine Person im Unternehmen regelmäßig dem Medium widmet und eine kontinuierliche Produktion relevanter Inhalte für LinkedIn-Posts erfolgt – Vernetzung funktioniert auch hier nur über Präsenz.

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