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QuellcodeDer Quelltext stellt sozusagen das Grundgerüst einer jeden Website dar. Somit kommt dem Quelltext auch bei der Suchmaschinenoptimierung eine besondere Funktion zu. Gleichzeitig steuert der Quelltext nahezu alles, was auf der Website angezeigt wird bzw. dem Besucher zur Verfügung steht. Für die Suchmaschine stellt der Quelltext die Basis zur Bewertung und Einstufung der Website dar. Hier bezieht sie alle Informationen über das Thema, den Seiteninhalt, die Navigationsstruktur usw. Andererseits muss der Quelltext aber auch so gestaltet sein, dass sich für den Besucher daraus eine angenehm zu lesende, übersichtliche und leicht bedienbare Website ergibt.

Fehler im Quelltext können verhindern, dass Suchmaschinen die Website überhaupt indexieren, und wirken sich mitunter negativ auf das Ranking in den Suchergebnissen aus. Bei solchen Fehlern kann es sich beispielsweise um nicht geschlossene Befehle handeln. In HTML gibt es klare Standards, wie ein bestimmter Befehl auszusehen hat und wie er geschlossen wird. Wer dies nicht beachtet, riskiert schlechtere Rankings oder sogar einen Ausschluss aus den Suchergebnissen. 
Gleiches gilt übrigens, wenn der Quelltext zwar weitgehend fehlerfrei, aber unnötig „aufgeblasen“ ist. Gerade beim Einsatz von Content-Management-Systemen oder HTML-Editoren ist dies oft der Fall. Umständliche Strukturen sorgen dafür, dass der eigentliche Seiteninhalt schier in der Flut des Quelltextes untergeht. Teilweise werden Befehle mehrmals in HTML umgesetzt, wodurch der Quelltext eine Fülle von Elementen ohne Funktion enthält – denkbar schlechte Voraussetzungen für die Suchmaschinenoptimierung.

Somit kann sich ein fehlerbehafteter oder unnötig geschwollener Quelltext verheerend auf das Ranking auswirken. Um dies zu vermeiden, befinden sich in diesem Kapitel sämtliche Tipps und Tricks, mit denen Webmaster den Quelltext ihrer Website optimal für ein gutes Ranking vorbereiten können. Dabei sind sämtliche Maßnahmen jedoch schnell und einfach umsetzbar!

 

Die Wahl des passenden Editors

Immer mehr Webmaster realisieren ihre Websites mittels Content-Management-Systemen (CMS) wie WordPress. Ein großer Vorteil ist dabei, dass der Betreiber der Site kaum etwas mit dem Quellcode zu tun hat, da er diese nicht selbst programmieren muss, sondern sie aus vorgegebenen Elementen – zum Beispiel Themes und Plug-ins – zusammenstellt. Das ist durchaus bequem, doch Content-Management-Systeme haben auch einige Nachteile. So ist der Webmaster stets ein wenig in seiner Flexibilität eingeschränkt; für viele Änderungen sind zunächst der Erwerb und die Konfiguration der passenden Plug-ins erforderlich. Außerdem ist die Sicherheit von Content-Management-Systemen stets ein heiß diskutiertes Thema. Nicht selten kam es – insbesondere bei WordPress – zu Vorfällen, bei denen eine Website komplett gehackt und anschließend für illegale Zwecke missbraucht wurde. Daher ist es nicht verwunderlich, dass zahlreiche Webmaster ihre Sites noch immer komplett selbst programmieren, so zum Beispiel mit einem einfachen Texteditor oder einen sogenannten WYSIWYG-Editor („What you see is what you get“). Wer nicht ausreichend Programmierkenntnisse besitzt und daher einen Editor mit grafischer Oberfläche nutzt, sollte darauf achten, dass die eingegebenen Befehle sauber und fehlerfrei in den entsprechenden Quelltext für die Website umgewandelt werden. Es gibt immer noch Editoren auf dem Markt, die dies nicht schaffen und massenhaft unsauberen Quelltext produzieren, der viele überflüssige oder fehlerhafte Elemente aufweist. Suchmaschinen mögen derartige Quelltexte nicht und stufen damit erstellte Websites entsprechend herab. Im schlimmsten Fall könnte es sogar passieren, dass die Website gar nicht erst indexiert wird, wenn der Roboter der Suchmaschine aufgrund der falschen Informationen im Quelltext nicht weiterkommt.

 

Der Quelltext sollte so schlank wie möglich ausfallen

Die bereits erwähnten Editoren, die unsauberen Quelltext erstellen, blasen diesen oft unnötig auf, sodass er vor überflüssigen Elementen nur so strotzt, was leider keine gute Voraussetzung für ein gutes Suchmaschinenranking ist. In diesem Fall kann es sich lohnen, sich als Webmaster selbst in HTML bzw. CSS einzuarbeiten, um die Quelltexte persönlich bearbeiten zu können. Generell gilt: Der Quelltext sollte so schlank wie möglich ausfallen, der Textinhalt gegenüber den Befehlen deutlich überwiegen. Das mögen nicht nur Suchmaschinen, sondern auch Webbrowser, die Sites mit schlankem Quelltext deutlich schneller laden. Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass die Ladezeiten inzwischen ebenfalls ein wichtiger Rankingfaktor sind.
Um den Quelltext schlanker zu gestalten, können Webmaster zudem einige Bestandteile in externe Dateien auslagern. Ein gutes Beispiel dafür sind sämtliche gestalterischen Elemente, die sich in eine externe CSS-Datei packen lassen. CSS steht hier für „Cascading Style Sheets“. Das Ergebnis: ein besonders schlanker Quelltext, der im Idealfall nur noch aus dem eigentlichen Textinhalt und den Metaangaben besteht und somit die optimalen Voraussetzungen für ein gutes Ranking in den Suchergebnissen bietet.

 

Standardisiertes HTML verwenden

Wer seine Websites selbst programmiert, sollte darauf achten, die jeweiligen Elemente in einer standardisierten Form im Quelltext darzustellen. Da HTML sehr flexibel ist und für viele Darstellungen mehrere Möglichkeiten bietet, verwenden einige Webmaster keine standardisierten Befehle. Beispiel Überschriften: In HTML ist standardmäßig festgelegt, dass Überschriften mit den entsprechenden <h>-Tags (h1, h2 usw.) klassifiziert werden. Nun lässt sich eine Überschrift aber auch dadurch realisieren, dass eine normale Schriftart mittels entsprechender Befehle bzw. durch CSS übermäßig vergrößert dargestellt wird. Der Effekt auf der Website ist letztendlich derselbe, allerdings ist die letztgenannte Möglichkeit nicht als standardisiertes HTML zu verstehen. Daher achten Webmaster idealerweise darauf, sämtliche Befehle immer so auszuführen, dass sie dem Standard von HTML bzw. CSS entsprechen. Wie der jeweilige Standard eines Befehls aussieht, können Interessierte zum Beispiel hier nachlesen: www.selfhtml.org

 

Überprüfen, ob die Website valide ist

Auf die Relevanz der Validität einer Website hatten wir bereits hingewiesen. Fehler im Quellcode können dazu führen, dass die Site gar nicht erst indexiert oder aber deutlich im Ranking herabgestuft wird. Wer noch nicht viel Erfahrung mit HTML, CSS und Co hat, sollte ein entsprechendes Tool nutzen, um die Validität seiner Website zu überprüfen. Diese Tools finden sich im Internet unter dem Stichwort „HTML Validator“ oder „Quellcode validieren“, die meisten sind kostenlos. Webmaster geben hier einfach die Internetadresse ihrer Website ein und lassen den Validator den Quelltext überprüfen. Dieser liefert anschließend eine übersichtliche Liste aller gefundenen Fehler, die es zu beheben gilt. Manche Validatoren schlagen auch gleich vor, durch welchen korrekten Befehl sich ein falsches Element im Quelltext ersetzt lässt. 

 

Die Ladezeiten einer Website überprüfen

Innerhalb der letzten Jahre hat Google zahlreiche Faktoren für das Ranking einer Webseite deutlich schwerer gewichtet, so auch die Ladezeiten. Fällt diese außergewöhnlich lang aus, gilt dies als Negativmerkmal, sodass eine entsprechende Abstufung der Website im Ranking erfolgt. Daher ist es wichtig, auf möglichst kurze Ladezeiten zu achten. Wie lange die Ladezeit ausfällt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem von der Geschwindigkeit des Servers. Während Webmaster daran – außer im Rahmen eines Wechsels des Webhosters – in der Regel nichts ändern können, trägt ein valider und schlanker Quelltext jedoch zu kurzen Ladezeiten bei – und diesen wiederum können Webmaster durchaus selbst optimieren.

 

Metatags: Informationen für die Suchmaschinen

Bei Metatags handelt es sich um die Angaben im Kopf des Quellcodes einer Website, die insbesondere für den Roboter der Suchmaschine bestimmt sind. Daher enthält dieser die wichtigsten Informationen zur Website. Allerdings vernachlässigen viele Webmaster die Metatags; einige verzichten sogar vollständig darauf, da sie der Meinung sind, die Angaben hätten keine Relevanz mehr für die Suchmaschinenoptimierung. Da dies jedoch nicht bewiesen ist, sollten Webmaster zumindest die wichtigsten Angaben in den Metatags anlegen (Seitentitel und Beschreibung) – und das möglichst sorgfältig und für jede einzelne Seite. Bei statischen Websites sind die Infos von Hand einzugeben. Auch wenn einige CMS (WordPress, Joomla) die Metatags automatisch anlegen, sollten Website-Betreiber die Angaben zumindest überprüfen und gegebenenfalls anpassen.


<title>-Tag

Besonders wichtig in den Kopfangaben im Quelltext einer jeden Internetseite ist der sogenannte <title>-Tag, die Titelangabe. Dieser ist bei einer im Browser aufgerufenen Site in der linken oberen Ecke des Fensters zu sehen. Zusätzlich wird der Titel als Kurzbeschreibung der Website gespeichert, wenn z. B. Besucher ein Lesezeichen setzen. Demnach gibt der Titel das Thema des Seiteninhaltes wieder und ist entsprechend sorgfältig anzulegen. Er wird von Besuchern und Suchmaschinen gleichermaßen gelesen. Daher ist darauf zu verzichten, lediglich eine Ansammlung von Keywords als Titel zu verwenden. Es empfiehlt sich, stattdessen eine natürliche Beschreibung des Inhalts zu wählen, in der ganz selbstverständlich auch die wichtigsten Schlüsselwörter vorkommen.


Meta-Description

Während der Titel den Seiteninhalt in Kurzform wiedergibt, beschreibt die Meta-Description diesen etwas ausführlicher. Auch hier sollten Webmaster auf eine wahllose Aneinanderreihung von Keywords verzichten und stattdessen eine sinnvolle Beschreibung wählen, die die wichtigsten Schlüsselworte enthält. Dabei ist die Länge auf maximal 156 Zeichen zu beschränken.


Meta-Keywords

Neben Titel und Seitenbeschreibung sollten vor allem die Meta-Keywords der Auffindbarkeit einer Website auf die Sprünge helfen. Die Relevanz des Metatags „Keyword“ in der heutigen Zeit ist umstritten. Einige Webmaster halten sie für Zeitverschwendung, andere wiederum investieren viel Zeit dafür. Wohl auch aus Gewohnheit kommt der Metatag „Keyword“ noch sehr häufig zum Einsatz. Wir nutzen es nur noch auf besonderen Wunsch. Wer Meta-Keywords anlegen möchte, stellt sich wieder die Frage nach der richtigen Menge. Es ist ratsam, maximal 10 Keywords anzulegen, die jeweils mit Komma voneinander zu trennen sind. Das wichtigste Keyword kommt dabei an die erste Stelle, die anderen – absteigend nach Relevanz – dahinter. Siehe auch "SEO-Tipps für Keywords".

 

Robots-Meta-Tag

Es gibt einen weiteren wichtigen Metatag, den Webmaster unbedingt anlegen sollten. Dabei handelt es sich um den Meta-Robots-Tag, der dem Roboter der Suchmaschine sagt, wie er mit der jeweiligen Unterseite verfahren soll. Bei jeder Seite, die Google ganz normal indexieren soll, ist „index, follow“ anzugeben. Seiten, die dagegen nicht in den Index aufgenommen werden sollen, erhalten die Angabe „noindex, nofollow“. So ist es beispielsweise möglich, das Impressum von der Indexierung auszuschließen. Damit lässt sich verhindern, dass der Name und die Adresse des Webmasters direkt bei Eingabe in die Suchmaske auftauchen.

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