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WebsitestrukturOhne eine durchdachte Struktur kann eine Website nicht die gewünschte Wirkung entfalten, da diese die Grundlage für den Erfolg bildet. Der Inhalt (Content) und das Ziel sind als Architektur einer Internetpräsenz zu verstehen. Dabei muss der Content so aufbereitet sein, dass er von Usern und Suchmaschinen gleichermaßen gut gefunden wird. Wir gehen im Folgenden auf die wichtigsten Komponenten der Gestaltung einer nutzerfreundlichen Architektur für eine Internetpräsentation ein.

 

Navigation der Webseite

Die Navigation einer Website kann sehr viel zu einer erfolgreichen Suchmaschinenoptimierung beitragen. Hierzu ist es erforderlich, die entsprechende Struktur möglichst einfach zu halten. Zwar hilft eine Sitemap dem Spider (Roboter) der Suchmaschine dabei, die einzelnen Unterseiten einer Webpräsenz besser zu finden, eine flache Navigationsstruktur unterstützt dies jedoch in idealer Weise. Goldene Regel: Jede Unterseite sollte mit maximal drei bis vier Klicks von der Startseite aus erreichbar sein.


Die Navigation im Quelltext weit nach unten verlagern

Im Hinblick auf eine gute Position in den Suchmaschinen ist es sinnvoll, den Textinhalt möglichst weit oben im Seitenquelltext zu platzieren, dadurch steigt die Relevanz. Im Umkehrschluss sollten Webmaster die Navigation unterhalb des Textinhalts anlegen, was mittels CSS keine besonders schwere Aufgabe ist. Bei statischen Sites können Website-Betreiber außerdem den sogenannten Tabellentrick anwenden, bei dem der Seiteninhalt durch den Einsatz einer Tabelle entsprechend aufgeteilt wird. Bei Content Management Systemen wie WordPress ist darauf zu achten, ein Theme zu wählen, bei dem diese Struktur von vornherein gegeben ist. Derartige Themes tragen meist die Bezeichnung „SEO-freundlich“ o. Ä.

 

Textlinks als Navigationselemente

Immer wieder versuchen Website-Betreiber, ihre Navigationselemente durch das Einbinden von Grafiken, Bildern usw. zu verschönern. Im Hinblick auf die Optik der Site mag dies sinnvoll und attraktiv sein, für ein gutes Ranking in den Suchergebnissen allerdings nicht. Das Problem: Die Suchmaschine kann die grafischen Elemente nicht lesen, d. h., sie kann auch nicht zuordnen, welchen Linktext das jeweilige Navigationselement enthält. Wer trotzdem nicht auf grafische Navigationselemente verzichten möchte, sollte sie mit einem Alternativtext (<alt>-Attribut) koppeln. Andere Effekte, beispielsweise unter Verwendung von JavaScript, Image-Maps oder Flash-Elementen, sollten Webmaster nicht für die Navigation auf der Website verwenden. Dazu gehören auch die bekannten „Hover-Effekte“, mit denen das jeweilige Navigationselement seine Farbe oder Größe verändert, wenn der User mit dem Mauszeiger darüberfährt. Diese Effekte lassen sich auch mittels CSS erzielen, was zudem wesentlich suchmaschinenfreundlicher ist.

 

Die interne Verlinkung

Zusätzlich zur konventionellen Navigation, die in der Regel aus Textlinks am linken oder rechten Rand besteht, empfiehlt es sich, die interne Verlinkung der Website durch einzelne verlinkte Wörter im Fließtext jeder Unterseite zu verbessern. Hierbei ist darauf zu achten, für die Verlinkung die wichtigsten Keywords der jeweiligen Unterseite zu verwenden und nach Möglichkeit auf eine entsprechende themenrelevante Unterseite zu verlinken. Dadurch muss sich der Roboter der Suchmaschine nicht allein auf die vorhandene Navigation verlassen, sondern erreicht die entsprechenden Unterseiten auch über die im Text integrierten Links.

 

„Tote Links“ entfernen

Sogenannte tote Links sind mitunter sehr schädlich für eine reibungslose Indexierung der Website. Daher ist es wichtig, diese aufzudecken und zu entfernen. Der Begriff „toter Link“ steht für einen fehlerhaften Link, der nicht zur Zielseite führt, sondern eine entsprechende Fehlermeldung hervorruft. Zum Aufdecken können Webmaster entweder sämtliche Links der Website von Hand testen oder ein spezielles Tool verwenden, das diese Aufgabe automatisch übernimmt und somit viel Zeit spart. Solche Programme finden sich unter den Namen „Linkchecker“ oder „Link Validator“ vielfach kostenlos im Netz. Nach dem Durchlauf erhalten Website-Betreiber eine Liste der fehlerhaften Links auf ihrer Website, die sie anschließend nur noch abarbeiten müssen.

 

Nicht vergessen: Rücklinks setzen

Es ist ungünstig, in stark verästelten Seiten keinen direkten Rücklink zur Startseite zu setzen. Dies macht es Besuchern unnötig schwer, sich auf der Webpräsenz zurechtzufinden. Zudem sollten Webmaster bedenken, dass nicht jeder Besucher über die Startseite auf die jeweilige Unterseite kommt. Daher sollte es selbstverständlich sein, auf jeder Unterseite einen Link zur Startseite zu setzen, z. B. über einen „Home“-Button. Alternativ können Website-Betreiber auch den Header bzw. das Logo der Webpräsenz entsprechend verlinken.

 

Breadcrumb-Navigation nutzen

Noch besser als die zuvor besprochene Verlinkung zur Startseite durch einen „Home“-Link von jeder Unterseite ist es, eine sogenannte Breadcrumb (Brotkrümel)-Navigation zu verwenden. Hiermit ist eine zusätzliche Navigation gemeint, die meist oberhalb des eigentlichen Textinhaltes in Form einer waagerechten Leiste eingeblendet wird, die sich mit jeder neu aufgerufenen Seite selbstständig erweitert. Dadurch sieht der Besucher stets, auf welcher Unterseite der Webpräsenz er sich gerade befindet und kann jederzeit mit einem Klick auf eine der zuvor besuchten Seiten zurückspringen. Sinnvoll ist eine solche Navigation für alle relativ stark verästelten Websites, insbesondere für Onlineshops und große Portale. Dem Spider der Suchmaschine erleichtert sie das Crawlen (aufnehmen) der einzelnen Unterseiten. Systeme wie WordPress können durch einfache Plug-ins automatisch eine Breadcrumb-Navigation auf jeder Unterseite erzeugen.

 

Einen eigenen Titel für jede Unterseite

Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, trotzdem hier noch einmal der Tipp: Jede Unterseite einer Webpräsenz sollte einen eigenen unverwechselbaren Namen erhalten. Diesen vergeben Webmaster über das <title>-Attribut in den Metaangaben im Quellcode der Seite. Hierbei ist darauf zu achten, das bzw. die wichtigsten Keywords im Titel der Seite unterzubringen. Es empfiehlt sich, mehrere Keywords durch Bindestriche zu trennen, damit sie der Roboter der Suchmaschine optimal erkennen und verwerten kann. Das Ganze sollte im Browser etwa wie folgt aussehen: www.ihre-domain.de/heimwerken/bauanleitung-schrank.html

 

Umlaute und Sonderzeichen im Titel vermeiden

Obwohl die Technik in den letzten Jahren weit fortgeschritten ist, kommt es beim Einsatz von Umlauten und Sonderzeichen in Seiten- und Dateinamen häufig noch immer zu Problemen. Daher ist es ratsam, auf diese Attribute zu verzichten – ebenso auf Großbuchstaben und Leerzeichen. Umlaute sollten immer in der Form „oe“, „ae“ usw. geschrieben werden.

 

Angemessene Keyword-Anzahl in Datei- und Seitennamen

Einige Webmaster versuchen, so viele Keys wie möglich in einem einzigen Seitennamen unterzubringen. Dies sieht dann z. B. folgendermaßen aus: www.ihre-domain.de/heimwerken/heimwerken-tipps/heimwerken-schrank-bauen.html. Derartige Ansammlungen von Keywords sollten Webmaster vermeiden, zumal Suchmaschinen diese inzwischen als Spam werten und entsprechend benachteiligen.

 

Keine doppelten Verzeichnisse und Ordner anlegen

Ein Problem, das insbesondere bei dynamischen Internetseiten auftritt, die mit PHP umgesetzt werden, ist die Erreichbarkeit von Unterseiten und Verzeichnissen unter verschiedenen URLs. Dies wertet die Suchmaschine als doppelten Content und straft die Seite mitunter entsprechend ab. Oftmals entsteht solch doppelter Content, wenn zum Beispiel automatisch zum jeweiligen Seiteninhalt eine Druckversion des Inhalts erstellt wird. Die Inhalte sind hierbei also gleich, aber unter verschiedenen URLs abrufbar und werden auch in unterschiedlichen Verzeichnissen abgelegt. Dies lässt sich auf mehreren Wegen vermeiden. Eine Möglichkeit ist der Einsatz des bereits beschriebenen mod_rewrite-Moduls, eine andere der Ausschluss von Unterseiten durch die Angabe „noindex“ in den Metatags. Hierdurch hindern Webmaster die Suchmaschine von vornherein daran, die jeweilige Seite in den Index aufzunehmen.

 

Unterschiedliche Inhalte durch Subdomains voneinander abgrenzen

Subdomains sind eine wunderbare Sache, um unterschiedliche Websiteinhalte voneinander abzugrenzen. Von der Suchmaschine werden sie fast wie eigene Domains behandelt und somit höher als ein einfaches Verzeichnis gewertet. Daher sollten Webmaster alle Inhalte ihrer Website, die nur geringfügig oder gar nicht themenrelevant sind, auf passende Subdomains auslagern. Auch bei besonders großen Websites, bei denen die Seitenstruktur irgendwann sehr unübersichtlich wird, kann es sich lohnen, Subdomains einzusetzen und so klarere Strukturen für die Webpräsenz zu schaffen. Somit hat es der Roboter der Suchmaschine leichter, alles zu indizieren, da er sich hierdurch nicht durch stark verästelte Verzeichnisse und Dateien „wühlen“ muss. Darüber hinaus empfehlen sich Subdomains auch, wenn die Website um einen Blog, ein Forum oder einen Onlineshop erweitert werden soll.

 

Vorsicht bei Umstrukturierungen der Webpräsenz

Möchte ein Webmaster seine Webpräsenz umstrukturieren, ist größte Vorsicht hinsichtlich der Suchmaschinenoptimierung geboten. In diesem Zusammenhang ist unbedingt zu vermeiden, dass einzelne Verzeichnisse oder Unterseiten später nicht mehr erreichbar sind. Sollte die Notwendigkeit einer Umstrukturierung bzw. eines Relaunchs bestehen, müssen die einzelnen Unterseiten der Webpräsenz entweder unter gleichen Bezeichnungen wieder hochgeladen oder eine entsprechende Weiterleitung auf dem Server eingerichtet werden, siehe auch Tipps zum Website Relaunch.

 

Tipp: Eine Sitemap anlegen

Eines der wichtigsten Hilfsmittel im Hinblick auf die Suchmaschinenoptimierung ist für jede Website die sogenannte Sitemap (engl., „Seitenkarte“). Dabei handelt es sich um eine speziell angelegte Unterseite, auf der alle anderen Seiten der Webpräsenz in übersichtlicher Form aufgelistet sind. Ziel dieser Sitemap ist es, dem Roboter der Suchmaschine die Indexierung sämtlicher Seiten der Webpräsenz zu erleichtern, sodass sich dieser nicht erst durch ein dichtes Geflecht von Unterseiten arbeiten muss und dabei evtl. einzelne Seiten übersieht. Sitemaps können entweder statisch angelegt oder – z. B. bei Content Management Systemen wie WordPress – automatisch mittels Plug-ins erzeugt werden. Auch bei einer noch relativ überschaubaren Webpräsenz sollten Webmaster nicht auf das Anlegen einer Sitemap verzichten.

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